Zwei Wochen lang gelang es mir, ohne PC, ohne Fernsehen und ohne Radio zu leben, mit Unterbrechungen, bei denen mir zumindest stundenweise ein Internetzugang offeriert war.
Freitag, 27. April 2012
01.03.2012: Dian Fossey - Gorillaforscherin
Ich las unlängst einen Artikel über die Primatenforscherin Dian Fossey, der bei mir bezüglich meines Medienkonsums Fragen aufwarf.
29.02.2012: Ach ja, ...
... das waren etwas verwirrende Tage. Ich lernte einen Menschen kennnen, den ich bisher noch nicht persönlich kannte, obwohl ich wusste, dass es ihn gibt und mit diesem Menschen gab es gestern Abend eine spannende Vergangenheitsaufarbeitung des Leben meines Hundes.
27.02.2012: SonntagsBlues
Gestern habe ich das erste Mal geschwächelt. Ich saß in meinem Zimmer und las, so lange, bis ich schon keine Lust mehr dazu hatte. Immer wieder kam mir der Gedanke, dass ich am Montag nicht meine Lieblingsserie schauen kann und es auch künftig nicht kann.
26.02.2012: Isch ´abe gar kein Guugel
Als ich klein war und morgens die Sonne durch die zugezogene Gardinen in meinem Kinderzimmer schien, lag ich manchmal einfach nur da und sah mir die hellen, gelben "Sonnenflecken" auf dem Teppich an oder nahm die schöne Stille wahr, die an einem Morgen herrscht, wenn die Eltern im Nebenzimmer noch schlafen.
24.02.2012: Abhängigkeiten
Wir Menschen sind von vielem abhängig, um überhaupt ein Leben führen zu können. Das wäre zum einen die Sonne.
23.02.2012: Weltensturz
Als Vorbemerkung zu den nun folgenden Texten möchte ich erwähnen, dass diese Zeilen zur damaligen Zeit zuerst auf Facebook veröffentlicht wurden und sich zur oben genannten Zeit abspielten.
Der heutige Mensch bewegt sich meiner Meinung nach in 3 Welten: der "realen Welt", in der wir arbeiten, essen, schlafen, uns verabreden, Musik hören, lesen, schreiben, Urlaub machen....
Der Welt des Geistes, in dem unsere Gedanken und Gefühle zuhause sind, in der Träume entstehen und Hoffnungen zerbrechen.
Und der digitalen Welt, in der gechattet, gespielt, erzählt, gepostet, geliked und kommentiert wird.
Wir sind so an diese Welten gewöhnt, dass wir es uns nicht mehr vorstellen können, wie es ist, wenn eine dieser Welten nicht mehr da ist oder sich in frappierender Weise ändert.
Und eine dieser Welten brach gestern abend teilweise vollständig für mich zusammen. Mein Laptop fiel vom Tisch und gab keinen Mucks mehr von sich, egal was ich auch versuchte. Das zweite Mal innerhalb von eineinhalb Jahren. Ein Verlust nicht nur materieller Art, wie mir bereits gestern bewusst wurde und mir heute schwer ins Gesicht schlug.
Jetzt werdet ihr entgegnen: "Wo ist das Problem, stell´den Fernseher an und schalte in der anderen Zeit das Radio bis du ein geeignetes neues Laptopmodel gefunden hast." Ja, das würde ich gern tun, wenn ich denn einen Fernseher und ein Radio hätte. Habe ich aber nicht. Den Fernseher habe ich vor ca. 1,5 Jahren abgeschafft und ein Radio habe ich schon seit viel längerer Zeit nicht mehr.
Ich möchte jetzt nicht anregen, dass ihr mir Zuschriften sendet, wie ich meinen Laptop wieder in Ordnung bekomme. Oder mir Vorschläge schreibt, welches ein geeignetes nächstes Model sein könnte. Nein, hier geht es um eine ganz andere Problematik: das Problem der Abhängigkeit und was passiert, wenn eine "Droge" nicht mehr zur Verfügung steht. Wie verhält man sich, was sind die Auswirkungen eines Lebens ohne Fernseher, Radio und ohne Laptop, der die ersten beiden vollständig ersetzte.
Normalerweise vermisst man einen Laptop am Tag nicht wirklich. Man ist abgelenkt durch die Arbeit oder andere Aktivitäten. Aber was passiert am Abend, an dem man sich einen Film oder eine Episode einer Serie zum Anschauen aussucht oder sinnverloren auf Youtube surft?
Aus diesem Grund habe ich mich zu einem kleinen Experiment entschlossen. Ich möchte zuhause einen Monat lang OHNE Laptop auskommen. Wie werde ich mich verhalten? Hat dieses Entzugsverhalten Auswirkungen auf mein tägliches Leben? Wenn ja, welches? Es wird sicher interessant werden, nur auf die eigenen Sinne und seine natürliche Umgebung konzentriert zu sein.
Passender könnte der jetzige Zeitpunkt nicht sein, denn gerade begann ich, in Eckhart Tolles Buch "Jetzt!..." zu lesen. Ein Buch, in dem es darum geht, einfach zu sein und sich nicht immer von Gedanken ablenken zu lassen. Nun kann ich seine Ratschläge also teilweise in die Tat umsetzen.
Damit ihr Euch nicht wundert, es ist mir weiterhin möglich, zumindest am Tage einen PC zu nutzen und aus diesem Grund entschloss ich mich, ein wenig Buch über dieses Experiment zu führen und Euch daran teilhaben zu lassen. Auch besitze ich ein Smartphone (God save the smartphones ;)) ), sodass ich auch am Abend einen Blick zu Facebook wagen kann. Aber es wird mir nicht mehr möglich sein, Filme zu schauen oder lange Youtube-keiner-schaut-zu-und-ich-singe-und-tanze-in-meinem-Zimmer-Abende zu verbringen. Auch habe ich nicht endlos Musik auf diesem kleinen Fast-Alleskönner. Aus, vorbei...fast alles.
Mein Experiment beginnt heute und endet, so ich es durchhalte, am 23. März 2012.
Mittwoch, 25. April 2012
XVIII: Das Ende von Manuris und Feechens Geschichte
Manuri und Feechen beugen sich über die Holzwiege, die sich in der kleinen Dienstbotenunterkunft hinter einem englischen Herrenhaus in Delhi befindet.
XVII: Manuris und Feechens Erkundungsreise
Die Tage an Bord der "Arabia" eilen dahin.
Feechen und Manuri bewohnen eine große Kabine, bestehend aus einem gemeinsamen Wohnraum und zwei Kajüten, in denen jeweils ein großes Himmelbett Platz hat. Zwei Bäder schließen an die Schlafgemächer an.
XVI: Fräulein Pummis Entführung gen Süden
Fräulein Pummi sitzt in einem Einspänner und sieht dabei zu, wie Stadthäuser im viktorianischen Stil an ihr vorbeiziehen. Eine Dame tritt aus einem dieser Häuser und spannt ihren Sonnenschirm auf, während sie die Steinstufen hinunter auf den Gehsteig tritt.
XV: Herr Chilli bricht seine selbstauferlegten Schwur
Eine Woche nach dem Eklat im
Stadtcafé liegt an einem tiefschwarzen Abend auf Fräulein Pummis Schreibpult
ein mehrfach gefaltetes Blatt Papier, das sie bereits wiederholt las.
XIV: Ein himmlischer Tag, an dem Fräulein Pummi die Engelein "Hallelujah" singen hört und Herr Chilli in die Luft geht
Das Stadtcafé liegt gegenüber
des Gemeindeparks und erinnert an so sonnigen Stunden, wie an diesem
Samstagnachmittag, an ein Café an der Italienischen Riviera, vor dem sich gut
betuchte Menschen sonnen, Pärchen wild gestikulierend miteinander reden, Mütter
mit ihren Kindern Kuchen essen und ihnen beim miteinander spielen zusehen, oder
alte, dickbäuchige Männer die Tageszeitung lesen und dabei einen starken
Kaffee genießen.
XIII: Herrn Chillis Samstagmorgenfrühstück
Herr Chilli schlurft im
Morgenmantel an den großen Tisch im Esszimmer, auf dem bereits Schinken, Ei,
sahnige Butter, Käse, Erdbeermarmelade, Leberpastete und Milch auf ihren Verzehr
auf einer weißen Tischdecke neben einer Vase mit einem Strauß aus rosa
erblühten Bauernrosen warten. Weiterhin schmücken feinstes Tafelsilber und
Limoges Porzellan den Tisch.
XII: Fräulein Pummi bekommt einen Brief
Die ersten Sonnenstrahlen eines
frischen Samstagmorgens erhellen den Stadtpark, die Straßen und die Fassaden
der Stadthäuser. Der Himmel ist von einem klaren Hellblau und von einigen
kleinen Cirruswölkchen bedeckt.
XI: Eine freundschaftliche Unterhaltung mit Herrn Chilli
Die "Arabia" ist seit
40 Tagen auf der weiten See unterwegs. Zuerst verließ das Schiff Bombay über
das Arabische Meer und umsegelte Afrika, um dann im Atlantischen Ozean Richtung
Heimat zu schippern.
X: Fräulein Pummis Erlebnisse mit Herrn Berolin
Fräulein Pummi sitzt nach einem
Opernabend mit "La Bohéme" hinter der Bühne des Opernhauses auf
einem Stuhl, während sie auf das Orchester wartet. Es geht in der Nacht nach 6
Monaten Konzertreise endlich nach Hause zurück. Dabei hatte der Sommer ganz
entspannt begonnen...
IX: Mit der Eisenbahn durch Indien - Herr Chilli
Hinter dem Dorf aus Lehmhäusern
erstreckt sich Jaisalmer, die goldene Stadt, gebaut aus Sandstein, deren Fort
in der Abendsonne orange-golden schimmert.
VIII: Fräulein Pummis neuer Schüler
Fräulein Pummi sitzt an ihrem
dunkelbraunen Esstisch in der Küche, vor ihr eine Tasse mit schwarzem indischen
Kaffee, der einer Legende nach von einem Pilger namens Baba Budan in Indien
eingeführt wurde, als er 7 Kaffeesamen aus dem Jemen mitbrachte und sie auf den
Hügeln von Chandragiri säte.
VII: Chicken Masala für Herrn Chilli
Srinagar, eine Stadt im
Fürstenstaat Kaschmir, wurde im dritten Jahrhundert v. Chr. von Kaiser Ashoka,
jenem Kaiser, der dereinst mit äußerster Härte vorging, sein Reich zu erweitern
und später zum Buddhismus konvertierte, um sich fortan der Friedensförderung zu
widmen, gegründet.
VI: Fräulein Pummis Glas in Ehren
"... Ganz ehrlich,
Herzchen, der Mann verarscht dich! ´Mal eine längere Zeit warten und dann sehen
wie es weitergeht?!´ Also wirklich, so was habe ich noch nie gehört und das ist
Schwachsinn!
V: Herrn Chillis Nacht der langen Schatten
Es ist Abend. Im Kamin knackt
das Feuer auf den Holzscheiten und dessen Flammen erzeugen Schatten
eines Ohrensessels, in dem Herr Chilli Platz genommen hat, an den Wänden des
Leseraumes in Herrn Chillis Haus. Auf einem runden Beistelltischchen befinden
sich eine Karaffe mit Wasser, sowie ein Kristallglas gefüllt mit einem
doppelten Whiskey.
Dienstag, 24. April 2012
IV: Fräulein Pummi kommt spielend durch den Tag
ding, ding, ding, pling, pling
Wie Glas, das von einem
metallenen Gegenstand berührt wird, klingen die zarten Töne durch das
Musizierzimmer.
III: Herr Chilli - der Mann der 1.000 Bücher
Herr Chilli ist ein mächtiger
Mann. Er besitzt das Wissen der Welt und hält es jeden Tag auf´s Neue in seinen
Händen. Sein Wissen ist so mächtig, dass er von den Bürgern seiner Stadt jeden
Tag um Rat gefragt wird und er sein Wissen gern mit ihnen teilt.
II: Fräulein Pummi versucht, einen Brief zu schreiben
Ein schwerer roter Samtvorhang
hängt gefältelt und mit gelbgoldenen Kordeln verziert am Fenster herab. Vor dem
Fenster, durch das die Nacht scheint, die die Landschaft in ein dunkles
blau-schwarz taucht, ist ein großer, kirschholzfarbener Schreibtisch
aufgestellt, auf dem eine erleuchtete Petroleumlampe ihren Platz hat.
I: Herr Chilli beobachtet die Welt
Herr Chilli ist ein schlanker
feiner Mann, bekleidet mit einem grauen Mantel, einer schwarzen, korrekt
gebügelten Hose und glänzenden schwarzen Lederschuhen. Auf seinem Kopf trägt er
einen grauen Hut und neben ihm steht die braune Aktentasche mit dem goldenen,
viereckigen Verschluss.
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