Panik! Mein Herz schlägt und ich kann nur denken
"Scheiße, nicht schon wieder. Nicht schon wieder geht dieser verfi... PC nicht mehr." Hektisch beginnt meine Suche nach Lösungsvorschlägen im Internet über mein Smartphone. Es gibt gefühlte 1000 Artikel zu "Wie mich mein Laptop wieder lieb hat." Aber irgendwie gebe ich die Suche nach ca. 45 Minuten genervt auf. Ich bin wütend und sauer und ich könnte kotzen. Ein Kloß bildet sich in meinem Hals.
"Scheiße, nicht schon wieder. Nicht schon wieder geht dieser verfi... PC nicht mehr." Hektisch beginnt meine Suche nach Lösungsvorschlägen im Internet über mein Smartphone. Es gibt gefühlte 1000 Artikel zu "Wie mich mein Laptop wieder lieb hat." Aber irgendwie gebe ich die Suche nach ca. 45 Minuten genervt auf. Ich bin wütend und sauer und ich könnte kotzen. Ein Kloß bildet sich in meinem Hals.
So schön hatte ich mir den Abend nach dem Besuch einer Freundin noch vorgestellt. Ich wollte den Sat.1 FilmFilm vom Vortag schauen. Ich wollte einen gemütlichen Abend auf dem Bett verbringen. Hunde und Laptop an meiner Seite. Entspannen, bevor der morgige Arbeitstag mich zum pünktlichen Aufstehen verpflichtet. Doch plötzlich purzeln die Träume in meinem Kopf dahin. Kein Film, keine Gemütlichkeit. Stattdessen Wirbelstürme in meinem Kopf. Verwirrung, Ratlosikeit.
Gott sei Dank lag am Nachmittag die neuste "Happinez" in meinem Briefkasten. Meine Lieblingszeitschrift, im Abo als Geburtstagsgeschenk von meiner Freundin Jule. Danke, danke, danke!!! Ich liebe diese Zeitung. Sie ist so harmonisch in ihrer Bildgestaltung, die Texte laden zum Nachdenken und die Bilder zum Träumen ein. Wenn ich diese Zeitung lese, entfliehe ich der Welt. Ich bin dann nur ich. Alles um mich herum ist schön, friedlich, harmonisch. Ich brauche nicht mehr. Und ich beginne immer, ruhiger zu werden. Es wird still um und in mir. Wenn ich lese, liegen die Hunde neben mir und Rosalie versucht zum gefühlten 1000. Mal mit ihrem Dackelblick mich dazu zu bewegen, sie zu streicheln oder sie leckt mir wieder über unangezogene Körperteile wie Gesicht, Hände und Arme. Da ist sie ziemlich penetrant. Woher sie das wohl hat? ;) Aber in solchen friedlichen Augenblicken merke ich immer mehr als sonst, wie sehr ich meine Tiere liebe und gehe darin auf, sie anzusehen und sie zu streicheln. Die Welt kann warten, sie kann sich ohne mich weiterdrehen. Ich genieße einfach nur.
So endete dieser verkorkste Abend in friedlicher Stille.
Gegen 6 Uhr morgens wache ich auf und meine Gedanken kreisen unaufhörlich. Ich werde also wieder viel Geld, dass ich gerade nicht habe, schon gar nicht am Monatsende, ausgeben müssen, egal ob für eine Reparatur oder eine Neuanschaffung eines neuen PCs. Aber eigentlich wollte ich endlich sparen. Ich habe mir Pläne gemacht, was ich an Aktivitäten im Monat einschränken muss, um geldlich besser dazustehen. Ich habe alles klar vor Augen. Und dann das. Warum musste dieses verdammte Vieh ausgerechnet jetzt vom Tisch knallen. Ich hasse HP-Laptops. Das ist schon der zweite. Nie wieder einen Hp-Laptop....und überhaupt, ich kann nicht schlafen, ich muss irgendwas machen, oder ich werde irre. Was mache ich denn jetzt am Abend? So friedlich wie am Vorabend wird es sicher nicht jeden sein.
Gedankenchaos total. So sehr, dass ich denke, ich werde bis zum Weckerklingeln gar nicht mehr einschlafen. Doch dann besinne ich mich auf Eckhart Tolle und versuche, meine Gedanken zur Ruhe zu bringen. Ich nehme meine Umgebung wahr, beginne, mir zu sagen, was ich gerade tue, was ich sehe und was ich fühle. Irgendwann schlafe ich ein.
Am Morgen trifft es mich volle Kanne. Mir wird meine Abhängigkeit bewusst. Ich gehe, als wäre ich betäubt. Die Umgebung nehme ich wahr, aber nichts bleibt in meinem Kopf. Ich muss mich konzentrieren, um das gut und richtig zu tun, was ich tun muss. Pflichten, die ich nicht einfach abtun kann. Und zwischendurch denke ich immer wieder: es ist doch nur ein Gerät, beruhige dich. Es ist nicht dein Leben. Und doch ist ein Leben nicht mehr da.
Jetzt bin ich beschäftigt, ich bin an einem Ort, an dem ich mich wohlfühle. Ich beobachte und rede mit Leuten, ich bin nicht allein. Gut so. Und bloß nicht weiter darüber nachdenken, was am Abend sein wird....morgen mehr geordnete Gedanken...
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