Mittwoch, 25. April 2012

XVII: Manuris und Feechens Erkundungsreise



Die Tage an Bord der "Arabia" eilen dahin.

Feechen und Manuri bewohnen eine große Kabine, bestehend aus einem gemeinsamen Wohnraum und zwei Kajüten, in denen jeweils ein großes Himmelbett Platz hat. Zwei Bäder schließen an die Schlafgemächer an. 

In Feechens Kajüte dominieren die Farben Gold und Champagner an den Wänden und dem Interieur. Zudem befindet sich ein großer, weißer Kleiderschrank im Zimmer, sowie ein Frisiertisch mit einer Waschschüssel und einer Wasserkanne aus mit rosé- und roten Rosen versehenem weiß lasiertem Ton.
Manuris Wände sind in meergrüne Farbe mit moosgrünen Ornamenten gekleidet. Schränke, Tische und Bett bestehen aus dunklem schwerem Holz und verleihen dem Raum eine sehr maskuline Note. Zudem befindet sich in seiner Kajüte ein einen Meter großer ovaler Spiegel mit umrahmender Holzverzierung in Blütenoptik.
Den Blickfang im gemeinsamen Wohnbereich bildet ein an den Armlehnen aufwendig mit eleganten Mustern geschnitztes Sofa, bezogen mit edlem roten Brokatstoff. Vor dem Sofa befindet sich ein runder Esstisch, auf dem ein Blumenbukett steht, welches mit verschiedenen rosafarbenen und weißen Blumen bestückt wurde. Ein betörend süßlicher Duft entsteigt ihm und erfüllt den Raum mit einer schweren Süße.

Manuri hat Wort gehalten und Feechen die entzückendsten Kleider schneidern lassen, die sie seit langer Zeit gesehen hat. Er hat für sie die perfekte Reisegarderobe, bestehend aus Tages- und Abendkleidern, zusammenstellen lassen. Genäht aus den elegantesten Brokatstoffen in grün, blau, rot, cremé; abgesetzt mit schwarzer und weißer Brüsseler Spitze.

Es herrscht eine entspannte Stimmung zwischen Manuri und Feechen. Er ist zu Scherzen aufgelegt und sie neckt ihn, wenn sie die Absonderlichkeiten in seinem Benehmen wieder einmal nicht versteht. Manuri sorgt dafür, dass es Feechen an Bord an Nichts fehlt. Hat sie einen Wunsch, versucht er, ihr diesen zu erfüllen. Beide können unbeschwerte Tage verleben, die sie teils gemeinsam in ihrer großen Kabine verbringen, oder allein an Deck oder in den verschiedenen Salons, da zuviel Nähe für Beide schwer erträglich ist.

Manuri ist oft der Erste der Beiden, der den Tag allein für sich einklingen lässt. Nach seiner Morgentoilette bestellt er sich im Bordrestaurant einen Kaffee auf die Kabine, gemeinsam mit der Tageszeitung. Er nimmt auf dem Sofa Platz, trinkt einen Schluck und beginnt dann, mit überschlagenen Beinen und kritischer Mine, den Wirtschaftsteil zu studieren. Hat er alle für ihn wichtigen Artikel gelesen, hört er zumeist schon die ersten Geräusche aus Feechens Schlafzimmer herüber dringen, die ihm signalisieren, dass sie aufgewacht ist und ebenfalls ihren Tag beginnt, indem sie ihre Tagesgarderobe wählt, auf dem Bett auslegt und mit prüfendem Blick betrachtet, ob der Überrock farblich zur gewählten Korsage passt.

An diesem Morgen verhält es sich jedoch etwas anders. Manuri steht nicht der Sinn nach einem Kaffee und der Lektüre einer Zeitung. Auf leisen Sohlen geht er von seinem Zimmer durch den Wohnbereich der Kabine und stoppt vor Feechens Tür, um sie leise zu öffnen. Als er durch den Türschlitz späht und bemerkt, dass Feechen noch immer schläft, geht er zu ihr ans Bett und betrachtet ihre sanft in die Kissen gebettete Gestalt.

Das gewellte Haar liegt ausgebreitet in einem Halbbogen auf den weißen, daunenweichen Kissen. Es schimmert leicht rötlich, als die ersten Sonnestrahlen darauf fallen. Ihr Gesicht ist vollkommen entspannt, ein zartes Lächeln zeichnet sich auf ihren vollen, geschmeidigen Lippen ab. Feechens Haut besitzt einen leichten Champangnerton, der auf der Oberfläche des Deckenbezuges fast unterzugehen scheint und wirkt mit den kleinen goldenen Härchen wie die samtige Haut eines weißen Pfirsichs.
Manuri setzt sich auf ihr Bett und beobachtet, wie sich ihr Brustkorb sanft hebt und senkt. Langsam streckt er seine Hand aus und berührt zugleich ihr schimmerndes Haar. Durch diese Bewegung aufgewacht, blickt sie in seine braunen, tiefgründigen Augen, die sie liebevoll ansehen. Manuri streicht mit dem Zeigefinger seiner rechten Hand über ihre Wange, fährt weiter zu ihren Lippen und verharrt in der Mitte ihres Mundes, ohne den Blick von ihr zu wenden.
Feechen ihrerseits legt ihre Hand auf seine linke, um dann Manuris Arm entlang zu streichen, bis hin zu seinem Ellenbogen. Sie spürt seine warme, von feinen schwarzen Härchen überzogene Haut. Diese Berührung erzeugt ein leichtes Prickeln auf ihrer Handinnenfläche, das sich geschwind am ganzen Körper ausbreitet und sie wie bei frostigem Wetter zusammenfahren lässt.
Manuris Finger fährt weiter hinunter über Feechens Kinn und Hals. Er verharrt auf dem Spitzendekolleté ihres Seidennegligés, aber nur, um gleich darauf umzukehren, hinauf zu den Grübchen, die durch ihr leichtes Lächeln auf ihren Wangen entstanden sind. In ihren Augen hat sich ein Glitzern gebildet, das ihr freudiges Erwarten auf Manuris nächstes Vorhaben zeigt. Sogleich beugt er sich vor und legt seine Lippen flaumzart auf Feechens. Dort verbleibt er, um ihre Reaktion auf dieses ungewohnte Vortasten abzuwarten. Als sie seinen Kuss erwidert und langsam intensiviert, scheint es, als begegnen sich in den Tiefen ihrer Münder zwei Raubkatzen, die sich erst spielerisch langsam aneinander vortasten, um sich dann in wilder Gestalt zu umkreisen.
Währenddessen entledigt sich Manuri seiner Kleidung und gibt seinen schokoladenbraunen Körper Feechens Blicken frei. Mit beiden Händen tastet sie nun über seine kräftige Brust, seine breiten geschmeidig gewölbten Schultern und fährt langsam seinen Rücken entlang bis zu seinem festen Po.
Feechen spürt einige Sekunden später, wie sich sein Mund von ihrem entfernt und den gleichen Weg einschlägt, den zuvor sein Finger nahm, mit der Ausnahme, dass seine Lippen zudem sanft ihr Ohr berühren, bevor sie ihren Hals entlangwandern. Indes schiebt er ihr Negligée bis zu ihren wohlgerundeten Hüften hinunter und seine Zunge streicht behutsam über ihren Oberkörper bis hin zu ihrem empfindsamen Bauchnabel...
Sie erkunden ihre Körper in den entlegensten Winkeln und geben sich bald darauf dem Rhythmus der See hin, die ihr Schiff an die unbekanntesten Orte bringt. Sie sind wie Wellen, die sich mal sanfter, mal wilder aus dem Meer erheben. Am Ende finden sie sich zu einer großen, aufbäumenden Woge zusammen, die gleich darauf ineinander fällt und alles mit sich reißt, was sich in ihrer Nähe befindet.

Nachdem sich ihr physischer Seegang gelegt hat, verbringen Manuri und Feechen die weiteren Morgenstunden bis zum Mittagessen fest umschlungen und schlafend in den weichen Daunen auf Feechens großem Himmelbett.

© JanaPetrat

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