Wir Menschen sind von vielem abhängig, um überhaupt ein Leben führen zu können. Das wäre zum einen die Sonne.
Ohne sie kann weder ein Blümchen gedeihen noch können Mensch und Tier überleben, denn sie versorgt uns mit Licht und Wärme. Dann gibt es die Erde, einmal nur als Fläche auf der wir uns bewegen, betrachtet. Das Wasser ist lebensnotwendig. Wir benötigen Obst, Gemüse, Fleisch und Korn um unseren täglichen Nahrungshaushalt aufzufüllen. Und als Neugeborene sind wir auf den Schutz , die Anleitung und die Milch der Mutter angewiesen, um körperlich zu gedeihen und uns in der Welt physisch und psychisch orientieren zu können. Das sind ganz normale, natürliche Abhängigkeiten, die jeder Mensch braucht.
Ohne sie kann weder ein Blümchen gedeihen noch können Mensch und Tier überleben, denn sie versorgt uns mit Licht und Wärme. Dann gibt es die Erde, einmal nur als Fläche auf der wir uns bewegen, betrachtet. Das Wasser ist lebensnotwendig. Wir benötigen Obst, Gemüse, Fleisch und Korn um unseren täglichen Nahrungshaushalt aufzufüllen. Und als Neugeborene sind wir auf den Schutz , die Anleitung und die Milch der Mutter angewiesen, um körperlich zu gedeihen und uns in der Welt physisch und psychisch orientieren zu können. Das sind ganz normale, natürliche Abhängigkeiten, die jeder Mensch braucht.
Doch es gibt auch die unnatürlichen Abhängigkeiten. Sie machen uns entweder körperlich oder seelisch krank. Wir haben zuviel von etwas bekommen und denken nun, ohne den Konsum dieser Stoffe, Tätigkeiten oder Menschen nicht mehr leben zu können.
Zu Beginn des Konsums (Menschen zu konsumieren, klingt etwas doof, aber ich zähle auch sie hier zum Konsum, um nicht immer einzelne Abhängigkeiten aufzählen zu müssen) ist die Welt noch schön, es macht Spaß, entweder einer Tätigkeit wie der Arbeit oder dem Spielen oder dem Chatten nachzugehen, mal zu trinken oder auch mal Drogen auszuprobieren (zuerst wahrscheinlich nur aus Neugier, was beim Konsum mit den Sinnen und dem Körper passiert) oder sich in einen Menschen zu verlieben und eine Bindung mit ihm einzugehen.
Doch unmerklich, wenn etwas Spaß macht, möchte man mehr davon, diesen Spaß und das schöne Gefühl daran nicht mehr verlieren. So kommte es dazu, dass immer größere Dosen des Konsums gebraucht werden, um sich wohl behütet zu wissen und einem friedlichen Gemütszustand zu befinden. Abhängigkeiten entstehen, weil Menschen sich gut fühlen, ihren Geist und ihre Gedanken beruhigen möchten. Wenn ihnen dieser Konsum entzogen wird, fühlen sie sich depressiv und reagieren mit Aggressivität und Wut und Forderungen. Sie setzen sich oder andere Menschen unter Druck, um an den "Stoff" zu kommen. Ihre Gedanken kreisen unaufhörlich, sie sind unkonzentriert und übel gelaunt. Ihre Mitmenschen gehen in der Zeit der Abhängigkeit entweder auf Abstand oder sie ergeben sich mit in diese Sucht oder sie verlassen die betroffenen Abhängigen. Weil kein gesunder Mensch auf Dauer mit der Abhängigkeit des Gegenübers umgehen kann. Er wird sonst mit in eine unaufhörliche Spirale gezogen.
Der Abhängige hat meist eine Chance, um sich aus diesem Kreis herauszubewegen: Entzug der Droge und Verarbeitung seiner eigenen Ängste und Sorgen durch eine Therapie mithilfe einer professionellen Begleitung.
Warum schreibe ich das alles? Weil mir gestern abend in meinem Bett bewusst wurde, dass ich nicht einmal 10 Minuten stillliegen kann, ohne an etwas zu denken, sondern immer wieder kamen Gedanken, was ich nun noch tun könnte. Ich muss das Hundefutter auffüllen, die Blumen gießen und unbedingt Staub saugen. Aber es gelang mir nicht, einmal an nichts zu denken oder meine Gedanken ruhig werden zu lassen. Es war wie ein Zwang oder ein Sog. So als suche sich der Kopf einen Ausgleich für den ausbleibenden PC-Konsum. Er musste arbeiten. Doch musste er das wirklich? Durch dieses Arbeiten werde ich unruhig, stehe 100 Mal auf und lege mich hin, ärgere mich am Ende über mich selbst, dass ich nicht still sein kann. Einfach nur liegen und sein, ohne zu denken. Kinder können das. Ich nicht mehr. Weil ich ein Leben lang mit Forderungen und Anforderungen konfrontiert war, die ich erfüllen musste. Andere wollten etwas von mir, womit sie sich von mir abhängig machten und ich mich später auch unbewusst von ihnen (in dem Fall die Eltern). Dieses Wollen und der damit verbundene Gedanke, dass man faul ist und vergammelt, wenn man einmal Pause macht, führt dazu, dass die Gedanken im Kopf sagen: "Du musst noch das machen und das tun, sonst bist du kein braves Mädchen und keiner hat dich lieb."
Wir wissen eigentlich, rein oberflächlich betrachtet, dass das nicht stimmt, aber die innere Stimme sagt uns das Gegenteil. Seit einiger Zeit schon versuche ich, mich nicht mehr so intensiv davon leiten zu lassen. Ich möchte ruhiger in mir werden. Doch bevor ich an diesen Punkt kam, an dem ich mich heute befinde, musste ich mich mit meinen Ängsten konfrontieren...aber dazu an einem anderen Tag mehr.
Dieses Experiment, dass ich gerade durchlaufe, kann ich nur so führen, weil ich mich über Jahre mit mir beschäftigt habe und mich auf dem Weg befinde, meine eigene Unabhängigkeit zu finden.
...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen